momo und dirk waren erst seit kurzem in der stadt. grade hatte ihr neues semester begonnen. wirtschaftsmathematik sollte es sein - und wo konnte man das besser studieren als in darmstadt, wissenschaftsstadt. es war samstag, sie saßen in der april-sonne in der nähe des herrengartens und genossen die ersten warmen strahlen. vögel zwitscherten, aus den uni-gebäuden tröpfelten immer wieder studenten heraus, die auch samstags nicht die finger von ihren büchern lassen konnten. doch kurz vor mittag schien das plötzlich nebensächlich.
"was geht denn jetzt ab?", fragte dirk momo mit leicht gebeugtem kopf ins ohr. innerhalb von sekunden hatte sich die eben noch freundliche szenerie rund um den darmstadts technische universität düster gefärbt. selbst die vögel in den bäumen hatten aufgehört zu zwitschern, spannung lag in der luft. dutzende junge und nicht mehr ganz so junge männer waren urplötzlich aufgetaucht. große und kleine, dicke und dünne, solche mit wallender mähne und einige mit kurzgeschorenen haaren, nicht wenige über die maßen tätowiert. "zusammen bleiben!", "keiner geht laufen!", "ruhig!", "heute wird mannheim fallen!" die rufe der männer hallten bis in eine der empfangshallen, in die sich momo und dirk mittlerweile verzogen hatten.
"kein plan was hier grade los ist!?" traute sich momo nur noch zurückzuflüstern. "hey, hey jungs. was ist los? was schaut ihr so aus dem fenster?". karin, dirks neuer schwarm kam grade aus der bibliothek gebogen. "schau dir das mal da draußen an!", erwiderte momo. karin wagte ebenfalls einen blick aus dem fenster. "ach so! da wird heute fussball sein! hab's heute morgen im Echo gelesen", gab sich karin wissend, doch dirk verstand nur bahnhof: "fussball? was hat das mit fussball zu tun?"
"ja, auch das ist fussball - zumindest in darmstadt!"