
es ist ein kreuz mit dieser saison. da spielen die lilien eine mehr als respektable hinrunde, erarbeiten sich die chance auf den platz an der sonne und nutzen jetzt nicht die sich darbietende gelegenheit, aus den patzern der konkurrenz kapital zu schlagen. nun ja, es ist kein beinbruch, wenn wir erst am letzten spieltag den aufstieg unter dach und fach bringen. bis die lilienelf in die erfolgsspur wiedergefunden hat, möchte fäustchen der werten leserschaft ein buch vorstellen, das erst dieses jahr auf den markt geworfen wurde. ostkurve. eine bremer geschichte, ist das zweite deutsche hooligan-relevante schriftwerk, das aus der fussballszene selbst stammt, was in den letzten beiden jahren vom allseits bekannten trolsen-verlag aufgelegt wurde. doch während der vorreiter aus hamburg (in kleinen gruppen ohne gesänge) durch witz und selbstironie zu überzeugen weiß, kommen die anekdotenhaft aneinandergereihten erzählungen aus bremen nur äußerst fad daher. schade eigentlich, denn geschichten hat dirk t. in seinen 20 jahren für werder offenbar genug erlebt. wie dem auch sei, es bleibt nur ein fazit: ein untenschieden gegen die amateure von 1860 ist spannender.
