eine halbe ewigkeit hat sich an dieser stelle nichts mehr getan, eine ganze menge ist dafür in der realen welt geschehen: allen voran sei gesagt, dass unser sportverein von 1898 nach 18 jahren abstinenz endlich wieder im profifussball vertreten ist! dazu an anderer stelle mehr!
jetzt geht's erstmal zum versprochenen interview mit den jungs von Our Culture. wer die einschlägigen seiten im großen weiten web aufmerksam verfolgt, der wird schon vor geraumer zeit auf Our Culture gestoßen sein. grund genug genauer nachzufragen wer und was dahinter steckt.
fäustchen: hallo “Our Culture”, mal vorneweg: stellt euch doch bitte kurz unserer deutschen leserschaft vor – wer seid ihr und was macht ihr?
Our Culture: unser manifest sagt schon alles – wir sind ein haufen freunde im alter von 30 bis 40 auf stockholm bzw. genereller gesagt aus skandinavien, die die gleichen interessen teilen: musik, filme, sport und style – und das ganze mit einem skandinavischen dreh.
fäustchen: wann habt ihr “Our Culture” gestartet? erzählt ein bisschen was über euer „projekt“. was waren die motive für „Our Culture“?
Our Culture: wenn ich mich recht erinnere starteten wir damit 2007 – oder doch 2008? „projekt“ würde ich das ganze nicht nennen. es ist eher eine plattform auf der wir über dinge berichten, über die wir selbst gerne lesen oder die wir gerne sehen würden.
wir sind schon lange beste freunde und teilen sowieso alles gemeinsam. wir gehen zu veranstaltungen, gehen zusammen essen und trinken. das einzige, was sich geändert hat, ist dass wir das ganze jetzt dokumentieren und veröffentlichen.
wir sind nicht auf irgendeiner mission, um irgend etwas zu verändern, das beste forum zu werden oder einen vergleichbaren mist zu erreichen. wir sind damit zufrieden, dass die dinge so sind, wie sie sind. skandinavien ist ein kalter und einsamer ort und wir nordmänner bleiben eigentlich gern unter uns. inzwischen haben wir aber jungs von überall her bei uns – aus oslo, tromsø, helsinki und stavanger, die sich zusammen über schneestürme, filme und wälder unterhalten.
fäustchen: england wird oft als die „mutter der casualkultur“ bezeichnet. „casual“ ist aber auch in anderen ländern wie schweden, deutschland, etc. verbreitet. gibt es eine besonderheit des schwedischen „casualseins“?
Our Culture: vielleicht. schweden und norwegen sind schon seit jeher vom vereinigten königreich beeinflusst. england und speziell london hatten auch schon immer immense bedeutung für stockholm. aber ich glaube, dass es bisher immer eine ganz gute variation und abwechslung in den stilen und einflüssen auf skandinavien gab – von überall her, nicht nur aus großbritannien. die jungs hier mixen marken aus aller welt miteinander und machen ihr eigenes ding. ich weiß aber nicht, ob das was originär mit „casualkultur“ zu tun hat. viele andere gehen ebenfalls ihren eigenen weg und kreieren selbst ihre sachen.
fäustchen: vor einigen wochen habt ihr euer erstes eigenes ‘Our Culture’-shirt präsentiert. war das der start, um eine eigene neue marke zu etablieren?
Our Culture: wir wollten nur ein schönes, qualitativ hochwertiges t-shirt für unsere freunde machen. die reaktion darauf war aber großartig, so dass wir päckchen um den ganzen globus schicken konnten. inzwischen sind sie fast ausverkauft und wir hoffen, dass die shirts jetzt – im sommer 2011 - weltweit getragen werden. aber vermeidet es das weiße shirt zu tragen, wenn ihr eis esst oder rotwein trinkt...
fäustchen: habt ihr schon pläne für neue produkte? was haben wir zu erwarten?
Our Culture: wir spielen immer mit neuen ideen. unser ethos ist, dass wir nur sachen machen wollen, die wir auch selbst haben, lesen und erfahren wollen. der schlüssel dabei ist es sich immer weiter zu bewegen und die dinge unterhaltsam zu halten. ne schöne jacke ist toll und großartig ... aber das wichtigste im leben ist es die dinge zu leben. „Our Culture“ ist eben das feiern unseres lebens.
danke übrigens für dieses interview! macht eure gute arbeit weiter so!
fäustchen: war eine ehre! das gleiche gilt natürlich auch für euch! weiter so!